Vizepräsidentin Kaili festgenommen: Korruptionsermittlungen erschüttern EU-Parlament

außen Katars Einfluss?

Korruptionsaufklärung erschüttert EU-Parlament – ​​Vizepräsident festgenommen

Eva Kaili bei einer Sitzung im Saal des Europäischen Parlaments in Straßburg - sie muss ihre Partei verlassen. Eva Kaili bei einer Sitzung im Saal des Europäischen Parlaments in Straßburg - sie muss ihre Partei verlassen.

Eva Kaili bei einer Sitzung im Saal des Europäischen Parlaments in Straßburg – sie muss ihre Partei verlassen.

Quelle: at/Geisler-Fotopress/Dwi Anoraganingrum/Geisler-Fotop

Katar soll Medienberichten zufolge versucht haben, das Europäische Parlament etwa mit Geschenken zu beeinflussen. Gegen 16 Personen wird inzwischen ermittelt und mehrere Festgenommene – darunter auch Vizepräsidentin Eva Kaili. 600.000 Euro Bargeld wurden beschlagnahmt.

MirNach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurde in Folge der Korruptionsermittlungen in Belgien auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Eva Kaili, festgenommen. AFP berichtete zuvor unter Berufung auf die Foren. Der Grieche war bereits am Freitagabend aus seiner Partei, der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok), ausgeschlossen worden. Er wird derzeit von Ermittlern vernommen.

Die Behörden teilten mit, dass es bei den Ermittlungen um eine Gruppe mutmaßlicher Krimineller sowie um Fälle von Korruption und Geldwäsche gehe. Seit Monaten gibt es den Verdacht, dass der Golfstaat versucht, die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des EU-Parlaments zu beeinflussen.

Personen, die politische oder politische Ämter innehatten, wurden große Geldsummen oder andere Geschenke überreicht. Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft wurden in dem Fall am Freitag gegen 16 Personen ermittelt und fünf Personen festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft sagte nicht, welches Golfland ihrer Meinung nach versuchte, das Parlament zu beeinflussen. Nach Recherchen der Zeitung „Le Soir“ und des Magazins „Knack“ handelt es sich um das Emirat Katar.

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Am 21. November sprach der Grieche Kaili während der Weltmeisterschaft in Katar vor dem Europäischen Parlament. Darin bezeichnete er die Sportereignisse als Beweis, „dass der Sportdialog historische Veränderungen in einem Land bewirken kann, dessen Wandel die arabische Welt inspiriert hat“. Katar hat zum Beispiel Pionierarbeit bei den Arbeitsrechten geleistet.

Parteichef Nikos Androulakis kündigte am Freitag Kailis Ausschluss aus der Partei an. Er ist seit 2014 Europaabgeordneter und seit 2022 einer der 14 Vizepräsidenten des Parlaments. Von 2004 bis 2007 war er laut seinem Lebenslauf auf der Website des Parlaments Nachrichtensprecher und Journalist und später PR-Berater in Griechenland.

Das EU-Parlament steht im Fokus einer großen Korruptionsermittlung belgischer Ermittler

Das EU-Parlament steht im Fokus einer großen Korruptionsermittlung belgischer Ermittler

Quelle: dpa/Philipp von Ditfurth

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat die belgische Polizei seit Monaten den Verdacht, dass der Golfstaat versucht, Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des Europäischen Parlaments zu nehmen. Personen, die politische oder politische Ämter innehatten, wurden große Geldsummen oder andere Geschenke überreicht.

Der frühere Europaabgeordnete sei einer der Befragten gewesen, hieß es. Bei der Durchsuchung wurden laut Staatsanwaltschaft 600.000 Euro Bargeld und Handys beschlagnahmt.

Geld sollte nicht an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen

Ein Sprecher des Europaparlaments sagte auf Anfrage, es gebe keine Stellungnahme zu den laufenden Ermittlungen. Man werde jedoch uneingeschränkt mit den zuständigen Behörden kooperieren.

Das sagte auch die Sozialdemokratische Partei im Parlament. Diese Gruppe duldet keine Korruption. Gleichzeitig müssen die parlamentarischen Arbeiten zu allen die Golfstaaten betreffenden Angelegenheiten und die Abstimmungen im Plenum darüber ausgesetzt werden.

Der Vorsitzende des Antikorruptionsausschusses des Parlaments, Daniel Freund, zeigte sich schockiert über die Ermittlungen. „Die Fehler müssen klar gemacht werden“, sagte der Grünen-Politiker. Geld sollte nicht an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilnehmen. Es gibt einen großen Vertrauensverlust.

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