Biden lobt Leopard-Lieferungen: „Ich möchte mich bei Kanzler Scholz für seine Führungsstärke bedanken“

im Ausland Biden lobte die Lieferung des Leoparden

“Ich danke Bundeskanzler Scholz für seine Führung – Deutschland hat sich verstärkt”

Amerika-Politik-Biden-Ukraine-Russland-Konflikt Amerika-Politik-Biden-Ukraine-Russland-Konflikt

Joe Biden lobte Deutschland

Bildnachweis: AFP/Andrew Caballero-Reynolds

Die Bundesregierung schickt Leopard-Panzer in die Ukraine. Nun hat auch die US-Regierung ihre Position überdacht – obwohl sie eigentlich große Vorbehalte hatte. Der amerikanische Präsident lobte den deutschen Bundeskanzler überschwänglich, beteuerte aber, Scholz habe ihn nicht gezwungen.

uS-Präsident Joe Biden lobte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) für seine Rolle bei der Panzerlieferung in die Ukraine: „Ich möchte Bundeskanzler Scholz für seine Führung danken.“ Auch die US-Demokraten lobten Deutschland insgesamt: „Germany has step up.“ (auf Deutsch: „Deutschland hat sich verbessert“). Biden wies jedoch darauf hin, dass Scholz die Entscheidung nicht erzwungen habe.

Unmittelbar zuvor hatte Biden angekündigt, der Ukraine 31 M1 Abrams Kampfpanzer zu geben. Dies würde es Kiew ermöglichen, sich angesichts eines russischen Angriffskrieges besser zu verteidigen und Territorium zu gewinnen, sagte Biden. 31 Panzer gehören nach Angaben des Weißen Hauses zur Ausrüstung des ukrainischen Panzerbataillons. Die ukrainischen Streitkräfte werden bald für den Einsatz und die Wartung von US-Panzern ausgebildet.

Die Lieferung des Abrams-Panzers wird laut Biden noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Diese Zeit sollte genutzt werden, um die ukrainischen Streitkräfte vorzubereiten und auszubilden. „Abrams-Panzer sind die leistungsfähigsten Panzer der Welt, aber sie sind äußerst komplex in Betrieb und Wartung“, sagte Biden.

Das Weiße Haus hat nicht angegeben, welches Modell des Panzers M1 Abrams die Ukraine erhalten soll. Auch über die damit verbundene Munitionsverteilung wollten sie zunächst keine Angaben machen. Zum Lieferumfang sollen auch Bergungspanzer vom Typ M88 gehören. Damit soll sichergestellt werden, dass die ukrainischen Streitkräfte langfristig Panzer eigenständig einsetzen können, hieß es.

Die Ukraine fordert seit Monaten Kampfpanzer nach westlichem Vorbild. Die USA hatten zuvor argumentiert, dass es aus praktischen Gründen nicht sinnvoll sei, ihre Abrams zur Verfügung zu stellen. Bisher hieß es, US-Panzer seien beim Transport über den Atlantik komplizierter in der Wartung und verbrauchten viel mehr Treibstoff. Die Tanks schlucken im Gegensatz zum Leopard und vielen seiner ukrainischen Diesel-Pendants auch Flugbenzin Kerosin. „Es macht keinen Sinn, den Ukrainern dieses Werkzeug jetzt zu geben“, sagte ein Pentagon-Sprecher letzte Woche.

Nach wochenlangem Hin und Her kündigte die Bundesregierung in Berlin an, 14 deutsche Leopard-Kampfpanzer an die Ukraine liefern zu wollen. Ziel ist es laut Berlin, schnell zwei Panzerbataillone mit Leopard-2-Panzern zusammenzustellen. Europäische Partner stellen ihrerseits Tanks für diesen Zweck zur Verfügung.

Kürzlich wurde auch berichtet, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe das Bekenntnis der Amerikaner zu Abrams-Panzern zur Bedingung für die Lieferung deutscher Kampfpanzer gemacht. Berlin und Washington wiesen die Berichte zurück. Scholz betonte jedoch stets, nur mit den USA zusammenarbeiten zu wollen, um qualitativ neue Waffensysteme bereitzustellen.

Kampfpanzer sind schwer gepanzerte Fahrzeuge, die auf dem Schlachtfeld eine wichtige Rolle spielen. Neben dem Abrams und dem deutschen Leopard 2 gibt es noch den britischen Challenger 2 und den französischen Leclerc. Der Kampfpanzer des Abrams ähnelt dem deutschen Leopard. Der M1 Abrams ist seit den 1980er Jahren in drei Hauptvarianten erhältlich. Eine 120-mm-Kanone ist vom Modell M1A1 an Bord. Vier Insassen werden durch Stahlpanzer vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS und einem Gewicht von bis zu 74 Tonnen je nach Modell erreicht der Abrams eine Geschwindigkeit von fast 68 Stundenkilometern.

Auf der Ukraine-Konferenz in der vergangenen Woche im rheinland-pfälzischen Ramstein hat die US-Regierung der Ukraine weitere Militärhilfe in Milliardenhöhe zugesagt. Nach Angaben des Pentagon umfasst das Paket im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar 59 gepanzerte Bradley-Personentransporter und erstmals 90 gepanzerte Stryker-Personentransporter. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine bei der Abwehr der russischen Aggression und liefern beispielsweise auch mehrere Raketenwerfer vom Typ Himmer.

Source

Auch Lesen :  Bund-Länder-Treffen: Einigung beim Deutschlandticket | tagesschau.de

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button